Gedanken

Wie Social Media einem die Freizeit klaut

5. Juni 2015

 

2010 bin ich in die digitale Welt eingetreten, als ich mich bei Facebook angemeldet habe. Fünf Jahre später ist Facebook schon lange nicht mehr das einzige soziale Netzwerk, das ich nutze.

Auf Facebook war ich schon immer einer von diesen stillen Beobachtern. Eine von denen, die immer nur irgendwelche Beiträge liked und dann Freunde markiert. Gerne schaue ich mir auch Bilder von anderen an, aber selber halte ich mich eher zurück. Durch Flashlight Journey bin ich jetzt aber auch bei Facebook aktiver. Und mehrere Minuten meines Tages scrolle ich durch meinen Feed und schaue mir lustige Katzenvideos an oder lese mir unnötiges Wissen durch.

Wenn man sich mal überlegt, wie oft man das Handy- pardon heutzutage Smartphone- einfach nur aus Reflex nutzt und seine Social Media Apps öffnet, ist das echt schon etwas scary. Mir persönlich hat es Instagram besonders schlimm angetan. Und wahrscheinlich bin ich da nicht die Einzige. Das erste was ich morgens mache, ist es, meinen Instagram Feed zu checken? Die Augen nicht mal richtig geöffnet, aber ich bin schon dabei, Herzen zu verteilen. Und so zieht es sich den ganzen Tag durch.

Kommunikationen außerhalb der virtuellen Welt verlaufen schleppend, weil man immer nebenbei mit dem Smartphone beschäftigt ist. Vor kurzem habe ich dazu etwas ziemlich passendes gelesen: ,,Wir könnten uns auch unterhalten. Ja, aber dank Steve Jobs müssen wir das nicht.“ Leider Gottes gehöre ich auch zu denen, die sich unglaublich viel mit ihrem IPhone beschäftigen und darunter leidet auch oft unser Abend, weil ich zu viel spiele und mich zu wenig unterhalte, aber irgendwie ist das schon so drin.

Ich bin froh, dass ich mich bisher noch gegen Snapchat zur Wehr setzen konnte. Ich bin dankbar über jeden Leser und jeden Follower, aber irgendwann muss man eine Grenze ziehen. Irgendwann sollte man die schönen Momente einfach für sich genießen und den Augenblick schätzen. Manchmal ist es einfach schöner, wenn nicht jeder weiß, was gerade großartiges in meinem Leben passiert ist und wenn man Urlaub hat oder auf einem tollen Event ist, will man doch auch mal abschalten. Ich glaube mein Freund würde durchdrehen, wenn ich jetzt auch noch anfinge zu snapen.

Aber eins kann ich schon mit ziemlicher Sicherheit sagen, zur Berlin Fashion Week im Juli nehme ich euch bei Snapchat ganz bestimmt mit.

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