Gedanken

Trust Me

27. Mai 2015

 

Was ich euch täglich auf Instagram präsentiere, hier auf meinem Blog zeige, sind klitzekleine Momente. Momente, die nicht einfach so passieren, die nicht dem Zufall entspringen.

Was jetzt also folgt, ist ein Seelenstriptease.

Ich zeige euch Bilder, auf denen ich lache, auf denen meine Haare liegen und ich gut aussehe. Was dahinter steckt? Pro Blogpost entstehen in etwa 200 Bilder, circa 10 erscheinen letztendlich in dem Post. Ich werde wahnsinnig dabei, wenn die Bilder nicht aussehen, wie ich es will. Und überhaupt werde ich zickig, wenn etwas nicht so läuft, wie ich es will.

Was den Blog betrifft, bin ich sehr perfektionistisch. Ich sitze ewig, bis es ist, wie ich es will. Das kommt nicht oft vor. So richtige Hobbies hatte ich nie. Dafür hab ich keine Ausdauer. In der Schule habe ich mich immer nur so viel angestrengt wie nötig. Egal wie sehr ich mich danach über die Leistung geärgert habe, im Leben hätte ich nichts an der Einstellung geändert. Ich bin damit immer recht gut gefahren.

Was mir aber nie egal war, ist mein Aussehen. Hallo Oberflächlichkeit! Ich bekomme schlechte Laune, wenn meine Wimpern nach dem Tuschen nicht in Form sind oder wenn die Haare nicht liegen. Ich komme lieber zu spät zur Uni, bevor ich das Haus verlasse ohne meine tägliche Schminkroutine. Wenn die Haare nach dem Färben nicht aussehen, wie erwartet, heule ich Niagarafälle und was dann folgt, sind Sätze wie: Ich kann doch nichts anderes, als hübsch sein. Und wieder einmal- Hallo Oberflächlichkeit!

Was total im Gegensatz zu dieser Oberflächlichkeit steht, ist, dass ich so gerne esse. Aber nicht gesund. Nein ich liebe Fast Food. Ich könnte jeden Tag Döner, Pizza oder sonstiges essen. Zum Mittag esse ich ’ne Tüte Chips, weil ich zu faul bin, zu kochen. Ich kann ja auch nicht mal kochen. Ich hab ja nicht mal Ambitionen, es zu lernen. Und sowieso will ich sowas alles wie kochen, backen, bügeln und Fenster putzen nicht können. An meine Kinder in der Zukunft- sorry dafür!

Und wenn ich euch mal Teile der Wohnung auf Instagram zeige, dann musste ich die Stelle vorher minutenlang herrichten. Nicht, dass es bei uns schmutzig ist, darum kümmert sich nämlich mein Freund, aber es ist nun mal nicht alles rosa- weiß und alle Dekoartikel liegen perfekt positioniert. Mal abgesehen davon, dass ich keine Deko mag, das finde ich kitschig und staubt sowieso nur voll.

Zu guter Letzt wohl eine meiner schlimmsten Eigenschaften. Und vielleicht haben nicht alle bis hier gelesen und nicht jeder bekommt es mit. Aber ich bin kritikunfähig- leider. Wenn es die Arbeit betrifft, nehme ich Kritik an. Aber sobald es die berufliche Ebene verlässt, kann ich das gar nicht ab. Ich tue dann so, als würde mich das nicht stören, aber das tut es, gewaltig. Und auch gut gemeinte Ratschläge fasse ich schnell negativ auf und wenn sich die auf kurzer Zeit häufen, dann bin ich schnell schlecht gelaunt. Selten treibt mich Kritik an, weil ich denke, dass das sowieso nicht stimmt und dass ich alles besser weiß. Ich sollte echt daran arbeiten, aber so bin ich nun mal.

Jetzt spiele ich mit offenen Karten und ich habe euch ein wenig mehr von dem realen Ich gezeigt. Von dem Ich, das sich hinter dem Bildschirm befindet.

trustme

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