Gedanken

Über das Geben und Nehmen

13. Mai 2015

 

Behandle andere, wie du behandelt werden möchtest oder Behandle andere
wie sie dich behandeln.

Dieser Spruch ist mir vor Kurzem über den Weg gelaufen, als ich nichts ahnend durch meine Facebook Timeline gescrollt habe. Nichts hat mich an diesem Tag derart aus der Bahn geworfen. Für einige ein banaler Beitrag, dem sie keine Beachtung schenken, für mich hingegen etwas, das zum Nachdenken anregt.

Hin und her gerissen davon, für welchen Weg man sich entscheidet. Will ich jemand sein, der nur nimmt oder auch bereit ist zu geben? Jemand der gleiches mit gleichem vergeltet? In was für einer Welt würden wir leben, wenn jeder auf diese Weise handelte? Und wenn man manche Menschen genau so behandelt, wie sie einen selbst, setzt man sich dann nicht selber auf deren Stufe herab?
Andererseits wer ist schon bereit immer nur zu geben und nie zu nehmen? Oder aber, wie viel kann man überhaupt ertragen? Und hierbei geht es nicht darum, dass ich dir einen Schokoriegel gebe, aber du mir nie einen. Es geht um das Zwischenmenschliche. Es geht darum, für einander da zu sein, wenn man gebraucht wird. Es geht darum zu helfen. Es geht darum, die Hilfe, die Unterstützung, bei gegebener Situation zurückzugeben, sich erkenntlich zu zeigen.
Meine Eltern haben mich dazu erzogen, andere so zu behandeln, wie ich selber gern behandelt werden möchte. Ihre Worte haben bleibenden Eindruck hinterlassen und genau so klingen mir auch noch die Worte ,,Lass dir nicht alles gefallen“ in den Ohren.

Wenn man die richtigen Menschen an der Seite hat, braucht man nicht darauf zu warten, dass man sich gegenseitig für etwas revanchiert, es passiert einfach. Und schon bald entwickelt der Körper auch ein Gespür dafür, wenn Menschen nur an dem Nehmen interessiert sind.

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