Weekly Review

Weekly Review #4 Who I want to be

19. April 2015

Ich werde dieses Jahr 21 und wenn ich an die Zeit zurückdenke, in der ich mein Abi gemacht habe, muss ich feststellen, dass ich immer noch nicht weiter bin. Ich weiß immer noch nicht, wo ich mich in 10 Jahren sehe, ich weiß ja nicht mal, wo ich gern wäre.

In der Generation unserer Eltern war man mit Ende 20 alt. Kinder hatte sowieso schon jeder, bestenfalls Haus und Hof. Heutzutage ist es üblich mit dreißig noch in WG’s zu wohnen. Und die Familie wurde von dem Job abgelöst. Ist man früher von der Arbeit  Heim gekehrt, wurde man bis zum nächsten Tag nicht mit ihr konfrontiert, es gab eine strikte Trennung. Die Arbeit nimmt eine immer größere Stellung ein und niemand ist je mit sich selbst zufrieden.

Wir leben in einer Generation in der uns eingetrichtert wurde, dass wir die Zukunft sind.
Dass wir etwas besonderes sind.
Dass wir unser Studium erfolgreich abschließen müssen, damit wir einen guten ,,Job“ bekommen.
Und wenn man nichts ,,ordentliches“ lernt oder studiert, wird aus einem sowieso nichts.

Aber wie definiert man einen ,,guten“ Job überhaupt? Die Ansprüche an uns sind gestiegen und dabei versinken wir. ,,Kind, mach dein Studium zu Ende und streng dich an. Such dir einen gut bezahlten Job und geh‘ immer auf Nummer sicher.“ Aber leben wir nicht in einer Zeit, in der wir uns ständig weiterentwickeln wollen und alles einmal probieren möchten? Uns so spaltet sich die heutige Generation. Es gibt diejenigen, die nach Perfektion streben. Die alles dafür tun, die Besten zu sein. Und wo das Studium, der Beruf, an aller erster Stelle steht. Denn wie sagt man so schön? Ohne Moos nichts los. Aber erfüllt Geld wirklich so sehr? Die Zeit, die ich verschwendet habe, kann ich mir damit auch nicht zurück kaufen.

Und dann ist da der zweite Teil. Diejenigen, denen Geld nicht das Wichtigste ist. Die nicht nach Perfektion sondern nach Selbstverwirklichung streben. Ich gebe mich lieber mit weniger zufrieden, wenn ich dafür das machen kann, was ich liebe. Wenn ich morgens aufstehe und sich meine Arbeit nicht wie ein Zwang anfühlt, sondern wie Spaß, wie das, was ich liebe.

You Might Also Like

No Comments

Leave a Reply

Top